3. Internationale Fortbildungswoche in Meran überschreitet Grenzen

 Meran / Dernbach. „Palliative Begleitung Schwerstkranker und Sterbender gelingt nur im Team, über die Berufsgruppen hinweg und in wirklich guten Teamstrukturen“, umreißt Dr. Andrea Gabis, Sanitätsdirektorin der Privatklinik Martinsbrunn in Meran den Begleitauftrag ihres Palliativteams. „Umso wichtiger ist es, dass man in diesem schwierigen, von Tod und Leid geprägten Arbeitsfeld auch dauerhaft bestehen kann“. Vor diesem Hintergrund entstand in Meran vor drei Jahren das erfolgreiche, internationale Fortbildungsprojekt „Palliativ ohne Grenzen“.

 

Es handelt sich hierbei um ein Gemeinschaftsprojekt zweier Kliniken, die Palliativzentren unterhalten, zum einen der Privatklinik Martinsbrunn in Meran / Südtirol und zum anderen . des Herz-Jesu Krankenhaus in Dernbach / Westerwald in Deutschland. Beide Kliniken richten einen besonderen Blick auf die Ganzheitlichkeit in der Begleitung Schwerstkranker und Sterbender, die nicht zuletzt im Hand in Hand – Arbeiten der beteiligten Berufsgruppen wirksam wird. „Im Teamauftrag ist jeder in seiner Profession gefragt, „grenzenlos“ und auf Augenhöhe. Und wer im Team arbeitet, soll sich auch im Team fortbilden können“, ergänzt Dr. Christoph Lerchen, Ärztlicher Direktor des Herz-Jesu Krankenhauses in Dernbach einen der Hauptbeweggründe der Initiative „Palliativ ohne Grenzen“. Mit dem Projekt stellten sich der Förderverein Palliative Care Martinsbrunn in Meran und die Katharina-Kasper-Akademie in Dernbach bereits zum dritten Mal der Herausforderung von Teamfortbildung auf hohem fachlichen Niveau unter Einbeziehung aller am Teamauftrag beteiligten Berufsgruppen, diesmal mit mehr als 200 Teilnehmern aus fünf Ländern. Selfcare - Workshops mit dem Thema „Ein Schmerz und eine Seele“ gingen in der ersten Wochenhälfte der Frage nach, wie Mitarbeiter, die in hohem Maße Leid, Schmerz und Sterben aushalten müssen, auch dauerhaft ihren Begleitauftrag erfüllen können, wie und wo sie selbst Stütze und Halt erfahren und erhalten können.

Ein hochkarätig besetztes Symposium ging in der zweiten Wochenhälfte Grenzerfahrungen im palliativen oder hospizlichen Dienst auf den Grund und suchte in Plenarveranstaltungen und in Gruppenarbeiten Lösungen zu deren Überwindung. Zum Kongressabschluss trafen sich die Teilnehmer nach einer gemeinsamen Bergwanderung dann in Verdings. Prof.Dr.Heribert Niederschlag, Moraltheologe aus Vallendar, ging in seinem Abschlussimpuls der Frage nach: „Können Nahtoderfahrungen ein Impuls für ein Leben vor dem Tod sein“. Ein erhebender Berggottesdienst schloss eine Fortbildungswoche ab, die als Plattform der Begegnung mit kulturellen und spirituellen Begleitimpulsen Menschen zusammenführte, die in palliativen oder hospizlichen Diensten gemeinsam unterwegs sind. Bereits jetzt haben die Vorbereitungen für die Fortbildungswoche „Palliativ ohne Grenzen 2014“, begonnen, die auch im kommenden Jahr wieder in der Woche von Christi Himmelfahrt in Meran stattfinden wird.

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